Sinn der Sinne

Eine Schmuckausgabe des Buches „Was Pflanzen wissen – Wie sie hören, schmecken und sich erinnern“ von Daniel Chamovitz 

Gestaltung in Zusammenarbeit mit Helena Maier

Pflanzen und Sinne?Absolut!

Um eine nachhaltige Beziehung zu unserem Planeten zu pflegen, benötigt es Wissen über diesen – so auch über unsere Pflanzenwelt. Wie vielseitig und ausgeklügelt diese ist, erklärt Daniel Chamovitz in seinem Buch und beleuchtet, die, auf ihrer eigene Weise funktionierenden, Sinne der Pflanzen.

Warum eine Schmuckausgabe?

Fachwissen zugänglicher machen: Menschen, die sich für die Pflanzenwelt interessieren, eine Freude machen und jene, die sich noch nicht mit der Thematik beschäftigt haben, begeistern. 

Schmuckausgaben sind aufwendig gestaltete Bücher mit u.a. Illustrationen, interaktiven Elementen und Veredlungen. Man findet sie vermehrt in der Unterhaltungsliteratur. 

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Aufbau und Konzept

Das Cover, inspiriert von dem Deckenfresko ,,Die Erschaffung Adams“ von Michelangelo Buonarroti, leitet in das Grundkonzept des Buches ein:

Die Gegenüberstellung und Annäherung der Sinne von Mensch und Pflanze. Jedes der 5. Kapitel beinhaltet einen der Sinne. 

Die durchlaufende, rote Wurzelbordüre am unteren Seitenrand kann auch als menschliche Ader erschlossen werden. Somit nähern sich Mensch und Pflanze gestalterisch an, ohne auf ein Lebewesen reduzieren zu werden. Auch das Cover spiegelt dieses Anliegen, durch die Buchmitte getrennte Illustration, wider.

Na, klappt's?

Ein Anspruch der Gestaltung bestand darin, die Abbildungen stilistisch ansprechend und wissenschaftlich korrekt zu illustrieren. Besonders die Darstellungen der Pflanzen besitzen, trotz der Abstraktion, detaillierte und naturgetreue Elemente. 

Was sich hinter den Klappelementen verbirgt, soll kein Geheimnis bleiben: 

Was wären Pflanzen ohne Farbe?

Durch Kirchenmalereien und Deckenfresken inspiriert, entstand das Farbkonzept des Buches. Die Pastelltöne nehmen sich zurück und harmonieren mit dem detaillierten Strich der Illustrationen. 

Es entsteht eine romantisch anhauchende Bildwirkung, die einen Kontrast zum wissenschaftlichen Inhalt erzeugt.  

Typografie

Die Schriftarten Odile und Elido, die einen jeweiligen Deco-Schriftschnitt besitzen, harmonieren mit der Bildwirkung der Illustrationen und erinnern an verschnörkelte Wurzelgebilde.  

„Wenn Sie also das nächste Mal wieder durch einen Park schlendern, halten Sie einen Augenblick inne und fragen Sie sich: Was sieht der Löwenzahn in der Wiese? Was riecht das Gras? Berühren Sie die Blätter einer Eiche in dem Wissen, dass sich der Baum an die Berührung erinnern wird. Aber er wird sich nicht an sie erinnern. Sie hingegen können sich an diesen besonderen Baum erinnern und die Erinnerung an ihn bewahren.“

 – Daniel Chamovitz